Der erste Schnee

Das erste Schneeflöckchen des Winters gleitet sanft zur Erde nieder, schwankt von links nach recht, schlägt Purzelbäume, tanzt mit dem nächsten Aufwind wieder ein Stück den Himmel empor um dann in hoher Geschwindigkeit wieder Kurs nach unten zu nehmen. Meine Schnauze ist zur Sonne gerichtet, welche ihre Strahlen heute hinter einer dicken Wolkenschicht hinunterschickt. Sie vermag die kühle Luft nicht aufzuheizen, dafür durchzieht ein frischer Geruch die Luft. Ich schaue weiter dem Schneeflöckchen zu, wie es mir langsam entgegen segelt. Es kommt immer näher und wird zu einer Schneeflocke. Meine Augen blicken ihm nach, von links nach rechts, schnell nach unten, dann wieder ein Stück nach oben. Dahinter sehe ich schon weitere Flöckchen im Gleitflug sinken. Die Schneeflocke lässt sich Zeit, lässt ihre vielen kleinen Kristalle im Licht eines durchdringenden Sonnenstrahles in blau, violett, grün und gelb strahlen. Noch ein letztes Mal tanzt es jetzt in der Luft, noch einmal nach rechts, noch einmal nach links, bis es in der Mitte meiner Schnauze zu liegen kommt.

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