Osterkuchen. Zitronig. vegan.

Veganer Osterkuchen – Rezept

Friede, Freude, Osterkuchen!

Mit diesem saftigen, veganen & glutenfreien Osterkuchen, der dem Original in nichts nachsteht, kann Ostern mit allen vegan und/oder allergiegeplagten Verwandten gefeiert werden.

Seit mein Freund in Rumänien sein Austauschsemester gestartet hat, sind erst zwei Wochen vergangen. Zwei Wochenende schon vorbei, zweimal schon geskypet.
Noch 17 Wochenende bis er wieder kommt, noch 6 Wochenenden bis ich ihn besuchen gehe. Genug Zeit also, um zu backen.

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Oder backe ich, um die Zeit rumzuschlagen?

Eine gute Ausrede dafür Ostern, für die ich schon einmal testbacken wollte. Für den Blog probierte ich also einen traditionellen Osterkuchen so umzuwandeln, dass er glutenfreien und/oder veganen  Personen nicht verwehrt bleibt. Als ich dann gestern Google mit ‘Osterkuchen vegan’ beauftragte, bekam ich zwar 8’920 Ergebnisse, jedoch hatte keines davon etwas mit einem veganen Osterkuchen zu tun:

google

Da ich mir nicht einen saftigen Apfelkuchen, sondern einen authentischen Osterkuchen in den Kopf gesetzt hatte, musste ich also selbst dahinter.

Kann ja nicht so schwer sein, dachte ich mir und suchte nach dem originalen Osterkuchenrezept. Oberster Post: bettybossi.ch
Originaler konnte ich es wahrscheinlich nicht haben. *Klick* *Scroll* und siehe da…

original_rezept

…ein Kinderspiel :’D

Seit langer Zeit habe ich schon nicht mehr gebacken. Damals probierte ich einen Mürbteig herzustellen. Der war ganz lecker, bis ich ihn aus dem Ofen zog: steinhart.
Da ich nicht wollte, dass das Projekt veganer Osterkuchen schon am Teig scheiterte, kaufte ich kurzerhand den Bio-Kuchenteigblock aus der Migros.

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In Rumänien geht das Verständnis für Veganismus nicht allzu weit. Als wir vor 2 Jahren dort Ferien machten, hatten wir es schon als Vegetarier relativ schwer.
Dank Pizza Margherita und Spaghetti all’arrabbiata (obwohl auch da einmal Fleisch drauf war) mussten wir wenigstens nicht hungern, aber ‘Mais mit eingelegtem Wintergemüse’ war dann schon das Highlight.

Nun, da er vegan isst, erleichtert ihm die Fastenzeit vor Ostern das Zusammensuchen des Essens. Fasten, im Rumänischen post, bedeutet – abgesehen von Honig – keine tierischen Produkte. Wenn auf osteuropäischen Produkten also ‘de post’ geschrieben steht, ist das schon fast wie bei uns das V-Label.

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Mit all den Ersatzprodukten auf dem Markt müsste man sich heutzutage wohl für ein Wasserfasten entscheiden, um dieselbe Wirkung zu erzählen wie vor ein paar Jahrzenten noch… Auch wenn das dort nur wenige verstehen, hat vegan heutzutage ja nichts mehr mit Fasten oder Verzichten zu tun.

Genauso wenig dieser Osterkuchen. Und was mich sehr gefreut hat: Die Testesser waren erstaunt über die Ähnlichkeit zum originalen.

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Was ich dafür verwendet habe:

Für 22cm Ø

250 g Kuchenteig

80g Rundkornreis (Milchreis)

3 dl Pflanzenmilch (Hafer- oder Reismilch eignen sich besonders gut, da sie von Natur aus schon ein wenig süss sind)

Prise  Salz _MG_0570

250 g Tofu

140 g Rohrohrzucker

1 dl Rapsöl

100 g gemahlene blanchierte Mandeln

1 Bio-Zitrone

1 Handvoll Rosinen (optional)

Den Ofen auf 160° Umluft vorheizen.

Den Reis mit der Milch und ein wenig Salz aufkochen. Nach Wunsch eine Vanilleschote mitkochen. Auf niedriger Stufe ca. 25 Minuten bei häufigem Rühren köcheln lassen. Ich bewahre jeweils die ausgekratzten Vanilleschoten auf, um sie dann z.B. in einem Milchreis mitzukochen.

Den Teig auswallen und (schöner als ich🙂 ) in die 22cm Ø-Springform geben. Mit einer Gabel ein paar Löcher einstechen und den Teig für 5 Minuten in den Backofen geben.

Den Tofu pürieren und in eine Schüssel geben. Wer keinen starken Mixer hat, benutzt besser Seidentofu. Mit dem Pürierstab habe ich es noch nicht probiert, da würde ich dann das Öl schon dazugeben.

Die Schale der Zitrone abreiben, Rohrohrzucker, Rapsöl, Mandeln und die nach Wunsch die Rosinen zum Tofu in die Schüssel geben. Gut umrühren, bis alles vermischt ist.

Sobald der Milchreis die Milch aufgesogen hat, in die Schüssel zu den anderen Zutaten geben. Alles gut verrühren und über dem kurz vorgebackenen Kuchenteig verteilen.

Eine Stunde backen, abkühlen lassen und mit Puderzucker und Schablonen verzieren. Im Kühlschrank lagern.

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Dieses letzte Bild wollte ich nicht vorenthalten – die Kleine lief mir direkt ins Bild und holte sich ein Stück. Der dicke Bauch kommt leider nicht vom regelmässigen Kuchenknabbern, sondern von einem altersbedingten Leberschaden. Da lasse ich ihr doch gerne noch ein Stück über.

9 thoughts on “Veganer Osterkuchen – Rezept

  1. cheesyswelt says:

    Ich bin gerade an einem Blogbeitrag über die Aktion von gestern, an welcher ich war und habe ein Rezept für einen veganen Osterkuchen gesucht – und dich gefunden. So ein Zufall :-))) Ich verlink dich dann gleich mal bei mir.

    PS: Dein Testesser ist soooooooooo sweet ♥

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  2. Ines says:

    Dass Osterkuchen üblicherweise nicht vegan ist, war mir bekannt, aber ich dachte immer, der sei mit Quark. Super, dass es dank dir nun auch ein veganes Osterkuchenrezept gibt!

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    • Anja says:

      Stimmt, die Konsistenz des fertigen ‘normalen’ Osterkuchen war ziemlich quarkähnlich😀 Das kam dann wohl von den Eiern…
      Danke und liebe Grüsse!

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    • Anja says:

      Wenn sie mal etwas Leckeres erwischt, gibt sie es nicht mehr her. Dafür sorgt die Kleine und kann sich dementsprechend entspannen😀
      Lg Anja

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